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Alex Walker

Letzten Dienstag nahm ich an einer Sitzung des Stadtrats von Kerpen teil, wobei ich zwei Notizbücher nebeneinander aufgeschlagen hatte – eines für die nackten Fakten, das andere für die Fragen, die mir nicht aus dem Kopf gingen. Diese Gewohnheit, zwei Notizbücher nebeneinander zu haben, fasst ziemlich gut zusammen, wie ich arbeite: halb Autor, halb Analyst, immer bemüht, das Geschehene mit dem in Einklang zu bringen, was es tatsächlich für die Menschen bedeutet, die beim Frühstück darüber lesen.

Auf der Suche nach dem Muster hinter der Schlagzeile

Lokale Nachrichten bleiben in ihren Lehren selten lokal. Ein Streit um die Flächennutzung in einem Stadtteil spiegelt oft ein Muster wider, das ich in der gesamten Region beobachtet habe, und es macht mir Spaß, diese Zusammenhänge nachzuvollziehen – Annahmen zu überprüfen, Quellen zu vergleichen und zu sehen, wo die Zahlen und die Erzählung auseinandergehen. Das hält die Arbeit interessant, egal ob man sich erst seit kurzem mit dem gesellschaftlichen Leben in Kerpen beschäftigt oder die Zeitung schon seit zwanzig Jahren liest.

Was dem Schreiben Substanz verleiht

All das bedeutet nicht viel, wenn man nicht tatsächlich Zeit vor Ort verbringt – an Sitzungen teilnimmt, mit Ladenbesitzern spricht, durch die Straßen geht, über die ich schreibe. Diese praktische Ebene sorgt dafür, dass die Analyse ehrlich bleibt und nicht rein theoretisch wird.

Einige Grundsätze leiten meine Herangehensweise an jeden Artikel:

  • Behauptungen anhand von mindestens zwei unabhängigen Quellen überprüfen
  • Mit Anwohnern sprechen, nicht nur mit Amtsträgern
  • Unsicherheiten offenlegen, anstatt sie zu beschönigen
  • Geschichten erneut aufgreifen, nachdem die anfängliche Berichterstattung nachgelassen hat

Sollte etwas hier Fragen aufwerfen oder einen Hinweis geben, würde ich mich wirklich freuen, davon zu hören – schreibt mir einfach über die Kontaktseite.